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SV Hertha Historie und Chronik |
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SV Hertha Anfänge und Chronik |
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| Wir danken hiermit Marcel Wolber der diesen Artikel zusammengetragen und geschrieben hat. |
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Die Anfänge |
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"Das hinter uns liegende Jahrhundert - durch was ist es besonders geprägt worden? Leider durch zwei Weltkriege, die unvorstellbare Not über die Menschheit gebracht haben. Durch gewaltige Umwälzungen in der Gesell-schaft vom Kaiserreich zur Bundesrepublik. Durch technische Fortschritte bis hin zur Mondlandung und die Möglichkeit, via Internet mit der ganzen Welt zu kommunizieren. Und maßgeblich auch durch den Sport. Der französische Baron Pierre de Coubertin etablierte die olympische Idee, derweil in England die ersten Regeln für ein Spiel geschrieben wurden, das nicht wenige für das Spiel der Spiele überhaupt halten - Fußball", stellte Egidius Braun, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des DFB im Jahr 2000 fest. "Ein rundes Etwas mit den Füßen treten und daraus auch noch Wettbewerbe zu entwickeln, löste zunächst, wie in vielen zeitgeschichtlichen Dokumenten nachzulesen ist, ziemlich mitleidiges Kopf-schütteln aus. Da hatten sich ein paar Außenseiter der unteren Klasse einen merkwürdigen Zeitvertreib ausgedacht! Doch was besonders vornehmere Kreise für eine Mode-Erscheinung hielten, entwickelte sich zu einer wahren Volksbewegung. Fast überall auf der Welt, ganz besonders aber auch in Deutschland", so Braun weiter.
Und auch in Buschhoven fand dieses Spiel - noch vor Einführung der Abseitsregel, des Catenaccios und der Weltmeisterschaften - einige Anhänger. Am Dienstag, 4. Juli 1911, wurde von einer ungefähr 30-köpfigen Versammlung im Lokal "Unterklasse" der Jünglings-Verein Buschhoven gegründet. "Der Verein hat unter Betreibung aller Ball- und Bewegungsspiele, die Heranbildung einer frohen, körperlich leistungsfähigen, sittlich tüchtigen, von Gemeinsinn und Gottesfurcht, Heimat- und Vaterlandsliebe erfüllten Jugend zur Aufgabe", heißt es im Protokoll der Gründungs-Versammlung. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig der Lehrer L. Lutterbeck gewählt. Der monatliche Beitrag wurde auf 20 Pfennig festgesetzt. Um einen Sportplatz zu bekommen, sollte mit der Gemeinde Buschhoven verhandelt werden. Es dauerte jedoch einige Zeit, ehe der Verein schließlich auch eine Fußball-Wiese von der Gemeinde zugewiesen bekam. Im Protokoll der zweiten Vorstandsversammlung im Juli 1911 kann dann bereits nachgelesen werden, dass "der erste Fußball von drei Gönnern des Vereins gestiftet und schon bestellt" war. In den folgenden Monaten begann ein zäher Kampf mit der Gemeinde um die Überlassung eines Sportplatzes. Der noch junge Verein bekam daher zunächst von W. Linden eine Wiese zur Verfügung gestellt. Im September 1911 wurde die erste Vereinssatzung verabschiedet. Auf dem Weg zum ersten "richtigen" Spiel wurde dem Jünglingsverein am 21. Februar 1913 ein Stück Land von der Gemeinde verpachtet. Allerdings musste der Verein diese Wiese erst in mühevoller Eigenarbeit zu einer Sportplatzanlage herrichten. Es wurden ein erstes Ballnetz, sechs kleine Malstangen, zwei große Fahnen, 25 Meter Leine, zehn Meter Maßband und vor allen Dingen 22 Jerseys (=Trikots) angeschafft. Dem ersten Spiel stand von nun an nichts mehr im Wege. Dieses erste Wettspiel gewann der Jünglingsverein Buschhoven am 22. Juni 1913 gegen Rheinbach mit 9:2. Schon bald wurde festgelegt, dass an jedem Sonntag, bei günstiger Witterung, gespielt oder geturnt werden sollte. Am 1.Mai 1914 schloss man sich dem katholischen Verband Euskirchen an.
Entsprechend des Protokolls der Gründerversammlung pflegte der Verein jedoch während der ganzen Zeit auch eine zweite Aufgabe - die sittliche Bildung und Festigung der im Verein zusammengeschlossenen Jugend. Dazu wurden von Lehrern und Pfarrern "allgemeinbildende" Vorträge gehalten, außerdem wurden Theaterstücke einstudiert und unter dem Beisein der Bevölkerung aufgeführt. Zusätzlich wurde eine Bücherei eingerichtet. In der Folge gewann der aufstrebende Verein mehr und mehr Sympathien; die Mitgliederzahlen stiegen stetig an. Der erste Weltkrieg setzte dem Aufblühen des Jünglingsvereins allerdings ein vorläufiges Ende. Der Verein verlor verdiente Mitglieder, die Sportplatzanlagen und Gerätschaften kamen in Verfall |
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1918 bis 1945 |
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Die Gründerjahre des Vereins schienen vor dem Krieg jedoch solch einen Eindruck hinterlassen zu haben, dass im Januar 1918 die Tätigkeit des Vereins wieder aufgenommen wurde. Es wurde beschlossen, eine "theatralische Abendunterhaltung" abzuhalten. An Sonntagen sollte wieder gespielt oder geturnt werden. Ausflüge gehörten ebenfalls zum Programm. In den folgenden Jahren wurden zudem Spielabteilungen im Diskuswerfen, Hundertmeterlauf, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Schlagball sowie anderen "Freiübungen" gegründet. Aufgeführte Theaterstücke brachten weitere Erfolge und Sympathien in der Bevölkerung. Und auch fußballerisch erbrachte der Jünglingsverein seine Leistungen. Man errang den ersten Preis seit Bestehen des Vereins auf einem Kreiswettspiel in Rheinbach, wo man den ersten Ehrenpreis, eine Uhr, bekam, die dann später nach Abstimmung nicht versteigert, sondern im Vereinslokal aufgehängt wurde. Am 13. August 1920 schloss sich der Jünglingsverein Buschhoven dem Westdeutschen Spielverband an. Wegen zu rohen Spiels und pöbelhaften Benehmens des Publikums in Euskirchen fasste die 1. Mannschaft den Entschluss aus dem katholischen Verband Euskirchen auszutreten.
Da der Verein sich immer stärker wachsenden Mitgliederzahlen gegenüber sah - die meisten von ihnen über 20 Jahre alt - hielt man den Namen Jünglingsverein nicht mehr für angemessen. Der Verein wurde somit am 1. Sep-tember 1920 in den Sportverein "Hertha" Buschhoven umbenannt, wobei der Verein die in der Gründerversammlung von 1911 festgelegten Ziele weiterverfolgen sollte. Das erste Spiel unter neuem Namen "Kraft und Stärke", wie der katholische Pfarrer Nimcik von Sankt Katharina herausgefunden hatte, verlor die Hertha in Brenig mit 1:2 - allerdings nur "durch irre machen des Torwächters durch die Zuschauer zu Ungunsten Buschhovens", wie im Protokollbuch später nachzulesen ist. Beim Rückspiel gewann man gegen Alemania Brenig dann aber mit erster und zweiter Mannschaft. Nach Ablauf der Pachtzeit des Sportplatzes im Jahr 1921 wurde dem Verein auf Antrag an den Gemeinderat die Spielfläche für weitere neun Jahre unentgeltlich überlassen, "zum Zwecke der Jugendpflege".
Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Meisterschaft, oft mit hohen Niederlagen, die allerdings darauf zurückzuführen waren, dass man zumeist gegen Mannschaften wie Bonn, Rheinbach und Euskirchen mit weit größeren Einwohnerzahlen antrat, schaffte der SV Hertha Buschhoven in den 20er Jahren einmal den Aufstieg von der C- über die B- in die A-Klasse.
Besonders bekannt wurde der Verein auch durch seine leichtathletischen Erfolge. Man beteiligte sich nicht nur an allen Veranstaltungen und Wettkämpfen in der Umgebung, sondern rief die "Kottenforster Kampfspiele" ins Leben, die unter Teilnahme der Vereine aus der Region alljährlich in Buschhoven durchgeführt wurden. In der Folge wurde dem Sportverein dann die Ausrichtung der Frühjahrswaldlaufmeisterschaft des Bezirks Bonn im April 1925 anvertraut. Neben den diversen Einzel- und Mannschaftserfolgen errang das Vereinsmitglied Willi Wahlen im Jahr 1928 die Gaumeisterschaft im 7500-Meter-Waldlauf. Seit den 30er Jahren trat dann die Leichtathletik immer mehr in den Hintergrund und der Fußball rückte an die erste Stelle im Verein.
Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle die "Dorfschlacht von Buschhoven" bleiben, die sich in der Chronik des VfL Alfter wiederfindet. Dort wird ein Spiel zwischen Buschhoven und Alfter im Jahr 1934 folgendermaßen beschrieben: "Alfter trat beim Gegner aus Buschhoven zum Meisterschaftsrückspiel an. Bereits das Hinspiel war von harten Fouls überschattet. Alfters Zuschauer hatten auf dem Sportplatz eine deutliche Übermacht. Das Spiel fing harmlos an, obwohl jeder spürte, dass etwas in der Luft lag. Der Verband hatte vorsorglich eine Autoritätsperson als Schiedsrichter entsandt: einen Reserveoffizier der Streitkräfte. Warum dennoch aus dem Spiel eine große Keilerei wurde, schilderten Augenzeugen wie folgt:
Am Spielfeldrand gab es eine Rempelei, die sich in Windeseile zur Massenschlägerei ausweitete. Als erster ging dabei der Schiedsrichter zu Boden. Alfter blies zum 'Generalangriff'. Der Tumult, der mittlerweile bis in die Ortsmitte wogte, war fast zu Ende, als 'Kaiserhalls-Scheng', studierter Jurist, mit einem Knüppel bewaffnet rief: "Wir greifen noch mal an!"
Zwei Alfterer Fans hatten ihr Auto am Ortseingang an einer Tankstelle geparkt. Als die Schlägerei abflaute, wollten die beiden zu ihrem Wagen. Da kam der Kassierer von Buschhoven angerannt - verfolgt von einigen Alfterern. Der Überlieferung nach warfen sich die beiden dazwischen und retteten so ihrem "Gegner" vermutlich die Haut. Aus Dankbarkeit stellte er ihnen eine Eskorte, die sie zu ihrem Auto begleitete. Das war auch sehr nützlich, denn überall lauerten ihnen Bauern mit Äxten und Mistgabeln auf. "So kamen wir noch einmal mit einem blauen Auge davon", teilten sie mit, "auch wenn uns bei der Abfahrt noch ein mächtiger Basaltstein nachflog".
Das Nachspiel dieser Fußball-Partie: Polizeieinsatz, Gerichtsverhandlung und Verbandssperren. Aber die Alfterer wussten ihre guten Beziehungen zu nutzen. Sie schrieben nach Berlin an den damaligen Reichssportführer, der mit einem einzigen Federstrich die Alfterer Sperre aufhob - sehr zum Leidwesen der Bonner Spruchkammer. |
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1945 bis 1977 |
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Durch den zweiten Weltkrieg wurde der Verein erneut erschüttert und in hartem Maße getroffen. Abermals hatte der SV Hertha Buschhoven zahlreiche Todesfälle unter seinen Mitgliedern zu beklagen. Unter ihnen befand sich fast der gesamte Stamm der ersten Mannschaft. Es war zunächst die jüngere Generation, die die Initiative ergriff, um das Vereinsleben des SV Hertha Buschhoven nach dem zweiten Weltkrieg wieder zu beleben. Harte Aufbauarbeit war zu bewältigen. Durch den Enthusiasmus der Jugend entzündete sich bald auch wieder der Eifer der älteren Generation, deren Routine das Vereins-leben allmählich wieder in geordnete Bahnen leitete.
Die 50er Jahre verliefen sportlich gesehen durchwachsen. Im Protokollbuch lässt sich über ein Spiel, das gegen Bonn-West mit 1:9 verloren ging, Folgen-des nachlesen: "Das im vorherigen Spiel gesagte gilt auch für dieses Spiel. Es fehlte die Einsatzfreudigkeit, wie immer." Das Ende der Saison 1950/51 wird mit diesen Worten quittiert: "Es würde zu weit führen, wollte man hier alle Fehler aufzeichnen, die unsere Mannschaft in der vergangenen Saison be-gangen hat."
Nur wenige Monate später schien es nicht besser geworden zu sein. "Buschhoven spielte in diesem Spiel vollkommen lustlos. Es wäre wirklich an der Zeit, dass die Spieler mit einem größeren Kampfgeist das Spielfeld betreten." Nach nur einer besseren Partie verfiel die Hertha aber wieder in "das alte Elend". Nach einem 0:10 in Flerzheim 1952 liest man nur noch: "Jeder Kommentar überflüssig." Am Ende der Saison 1951/52 "können wir von Glück sagen, dass unsere Mannschaft in der I. Kreisklasse verbleibt". In der folgenden Saison konnte mit "viel Glück, beziehungsweise List" erneut die I. Kreis-klasse gehalten werden. Am 20. Dezember 1953 wurde das vom Fußball-Verband Mittelrhein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Buschhoven errichtete neue Jugendsportheim eingeweiht. Pfarrer Wilhelm Tent nahm die Einweihung vor. In keiner guten Erinnerung sollte die Saison 1954/55 bleiben. Sie war geprägt von Schlägereien und Spielabbrüchen. Im Jahr 1956 sollte man die Buschhovener für eine lange Zeit zum letzten Mal im Kreis-Oberhaus gesehen haben. Nach dem Abstieg dauerte es 25 Jahre, ehe die Hertha in die Kreisliga A zurückkehrte.
Auffällig war besonders in der Saison 1961/62, dass etliche Buschhovener Spieler des Feldes verwiesen wurden und Spielsperren absitzen mussten. Am Ende der Saison 1963 stieg die I. Mannschaft aus der II. in die III. Kreisklasse ab.
Nach 16 Jahren als erster Vorsitzender wurde Josef Münch von Josef Schwe-big abgelöst. Er übernahm das Amt jedoch ein Jahr später noch einmal und blieb bis 1965 erster Vorsitzender. Von 1969 bis 1971 fungierte Josef Münch außerdem als stellvertretender Vorsitzender. 1925 war er in den SV Hertha Buschhoven eingetreten und spielte bis 1947 aktiv für die Hertha und in den 30er Jahren in der Kreisauswahl. Josef Münch wurde später zum Ehrenvorsit-zenden erklärt.
In der Saison 1963/64 verlor die Hertha in der zweiten Pokalrunde gegen den Verbandsligisten BFV 01 Bonn mit 1:6, sicherte sich dafür aber ungeschlagen die Herbstmeisterschaft. Letztendlich stieg die Mannschaft mit nur einer Nie-derlage (gegen Hertha Bonn II) und 36:4 Punkten direkt wieder in die II. Kreis-klasse auf. Im Jahr 1968 fand dann an der Steinbachtalsperre erstmals das heute traditionelle Zeltlager statt. Mittlerweile reisen in den Sommerferien rund 80 Jugendliche aus Swisttal und der Partnerstadt Quesnoy sur Deule zum Zeltlager nach Grunern im Schwarzwald.
Ein Novum in der Geschichte des deutschen Fußballs machte den SV Hertha Buschhoven Anfang der 70er Jahre bekannt. In der Ausgabe des Kicker Sportmagazins vom 4. März 1971 erschien folgende Meldung: "Hertha Buschhoven, ein Kreisklassenverein aus Bonn, hat den Ehrgeiz, die erste Mädchenmannschaft auf einen deutschen Sportplatz zu schicken. Sein Ju-gendleiter Peter Bois trainiert mittlerweile 18 begeisterte Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren."
Die erste Herren-Mannschaft stieg in der Saison 1971/72 wieder in die II. Kreisklasse auf, um ein Jahr später sofort wieder abzusteigen.
Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft stieg die I. Mannschaft am Ende der Saison 1975/76 als Gruppensieger wieder in die II. Kreisklasse auf. |
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1976 bis 1987 |
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Einen weiteren wichtigen Schritt in der Geschichte des SV Hertha Buschho-ven bedeutete die Einweihung der neuen Sportanlage Am Wiedring. Nach langen Diskussionen, ob nicht auf einen neuen Sportplatz in Buschhoven - zu Gunsten einer Anlage zwischen Morenhoven und Buschhoven - verzichtet werden sollte, fand am 16. Oktober 1977 die Einweihung des neuen Sportplatzes, unmittelbar an die Tennisplätze angrenzend, statt.
Für rund 500 000 Mark wurden ein 68 mal 105 Meter großes Fußballfeld, eine 100-Meter-Laufbahn, eine Weitsprung- und Kugelstoßanlage sowie ein Klein-spielfeld gebaut. Zur Grundstücksbeschaffung hatte die Zivilgemeinde mit der Kirchengemeinde Land getauscht. Probleme bereiteten die relativ ungünsti-gen Bodenverhältnisse, die zusätzliche Kies-Einbauten von rund 5 000 Kubikmetern notwendig machten, und starke Niederschläge im ersten Halbjahr 1977, so dass die ursprünglich für Mitte Mai angesetzte Einweihungsfeier verschoben werden musste. Außerdem gab es Schwierigkeiten mit den Ge-nehmigungsbehörden, die erst nach massiven Hinweisen auf den schlechten Zustand der alten Sportanlage, die fehlenden Leichtathletikmöglichkeiten und nicht zuletzt auch den unzumutbaren Zustand, die verkehrsreiche B. 56 überqueren zu müssen, dem Bau des neuen Sportplatzes zustimmten. Die erste Begegnung auf neuem Geläuf gewann die 1. Mannschaft gegen Fortuna Bonn 2 mit 3:2.
Am 16. September 1979 wurde das Sportlerheim der Hertha eingeweiht. Damit war die Zeit der langen Wege für die Sportler vom Jugendheim am Kriegerdenkmal in der Alten Poststraße zum Platz endlich vorbei. Auf 155 Quadratmetern Nutzfläche wurden direkt an der Sportanlage am Wiedring Duschräume, ein Schiedsrichterraum, Toiletten und Kabinen, die durch eine Schiebetür zu einem Versammlungsraum verbunden werden können, eingerichtet. Ein Geräteraum und eine Gasheizung wurden im Keller untergebracht.
Am 25. August 1984 wurde dann der erste Spatenstich für ein eigenes neues Sportlerheim des SV Hertha Buschhoven ausgeführt. Die Gemeinde hatte einen Zuschuss für den Ankauf von Baumaterialien bewilligt. Die Bauarbeiten mussten von den Vereinsmitgliedern in Eigenarbeit geleistet werden.
Kein Wunder also, dass Bürgermeister Karl August Gunst die darauf folgenden 4200 freiwilligen Arbeitsstunden bei der Einweihung des An- und Ausbaus des Sportlerheims als einen "beispielhaften Einsatz" wertete. Nach nur neun - geschätzt waren 15 - Monaten konnte das Gebäude am 24. Mai 1985 seiner Bestimmung übergeben werden.
"Sowohl von der Planung als auch von der Ausführung her hat die Großgemeinde daran nichts zu deuteln. Der Gesamtbau passt sich harmonisch in die gesamte Platzanlage ein", unterstrich Gunst. Und der Verein verfügte recht-zeitig zu seinem 75-jährigen Bestehen im Jahre 1986 über ein komplettes Sportplatzgelände.
Auch sportlich gesehen hatte sich in dieser Zeit einiges getan. Nachdem man in der Saison 1977/78 den Sprung in die A-Klasse durch eine 0:1-Niederlage im Aufstiegsspiel gegen BW Oedekoven verpasst hatte, bereitete die erste Mannschaft des SV Hertha Buschhoven sich selbst und dem Verein zum 70-jährigen Geburtstag ein besonderes Geschenk. Im fünften Anlauf gelang dem mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren noch sehr jungen Team unter Trainer Bernhard Habbig am 18. Mai 1981 mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft in der Kreisliga B1 (vor der Reserve des BSC) und der damit verbundene Aufstieg in das Kreis-Oberhaus.
Die Mannschaft spielte eine überzeugende nächste Saison in der A-Klasse und durfte durch einen 5:1-Erfolg im letzten Spiel gegen den FC Flerzheim den Kreismeistertitel feiern. Nur zwei Meisterschafts-Niederlagen und die beste Abwehr der Liga legten den Grundstein zum Aufstieg in die Bezirksliga.
Bereits in den Zeitungen der nächsten Jahre war dann immer wieder nachzulesen, was auch heute eigentlich noch für den Verein gilt: "Buschhoven bleibt eine Dorfmannschaft. Große Spielereinkäufe sind da nicht drin." So spielte die Bezirksliga-Aufstiegself 1982 schon in der B-Jugend zu großen Teilen zusammen. In der Spielzeit 1982/83 stieg auch die zweite Mannschaft der Hertha auf, der Aufenthalt in der Kreisliga B hielt allerdings nur ein Jahr an. Die Bezirksliga-Mannschaft konnte dagegen die Klassenzugehörigkeit halten. Allerdings auch nur noch ein Jahr. Am Ende der Saison 1984/85 musste die I. Mannschaft des SV Hertha Buschhoven den Gang zurück in die Kreisliga antreten. Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum konnte man sich knapp im Kreis-Oberhaus halten, nach Ende der Spielzeit 1986/87 stand ein weiterer Abstieg in die Kreisliga B in der Hertha-Chronik. Im alles entscheidenden "Abstiegsspiel unterlag das Team von Trainer Frank-Detlef Doerr, dem ein Unentschieden zum Klassenerhalt gereicht hätte, dem VfL Meckenheim mit 2:3. |
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1987 bis 2003 |
Neuer Trainer der Elf wurde Udo Stöppelkamp. In seinem ersten Jahr gelang seiner Mannschaft gleich die direkte Rückkehr in die A-Klasse: Michael Dressler sicherte mit seinem "goldenen Tor" in der 75. Minute des Spitzenspiels gegen den FC Flerzheim noch den Aufstieg, nachdem man vorher kein einziges Mal in der Rückrunde Tabellenführer gewesen war. Der Aufenthalt in der Kreisliga A dauerte bis zum 27. Mai 1990. Durch eine 0:3-Niederlage am letzten Spieltag - Gegner war mal wieder der VfL Meckenheim - musste die Stöppelkamp-Truppe den Weg zurück in die B-Klasse antreten.
Im Oktober 1990 wurde Quesnoy sur Deule Partnerstadt der Gemeinde Swisttal. Begonnen hatte die Städtefreundschaft allerdings bereits gut 20 Jahre vorher, als der Herthaner Peter Bois mit einer B-Jugend-Mannschaft im Rahmen der Kriegsgräberpflege erstmals nach Quesnoy gereist war. |
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Nach Abschluss der Spielzeit 1995/96 belegte das als Mitfavorit gehandelte Team von Trainer Udo Stöppelkamp hinter den beiden Aufsteigern SV Niederbachem und TuRa Oberdrees den dritten Platz, der zu einem Aufstiegsspiel berechtigte. Am 2. Juni 1996 unterlag die Hertha jedoch in Oedekoven dem SSV Walberberg mit dem späteren Buschhovener Trainer Gerd Lüke mit 3:5. Lüke wechselte nach einjährigem SSV-Gastspiel in der A-Klasse nach Buschhoven. Dort hatte derweil Stöppelkamp - in seinem letzten Jahr als Trainer in Buschhoven - den Aufstieg in das Kreis-Oberhaus geschafft. Mit zwei Punkten Vorsprung vor Dünstekoven stieg man gemeinsam mit den Rot-Weißen auf. Dünstekoven sollte in der darauf folgenden Saison 1997/98 Wegbegleiter der Hertha in der Kreisliga A werden - bis zum letzten Spieltag: In der alles entscheidenden Partie um den Klassenerhalt unterlag die Hertha nach einer enttäuschenden Leistung auf eigenem Platz dem Lokalrivalen mit 0:2 und musste wieder in die B-Klasse.
Neuer Trainer in Buschhoven wurde Heinz Winters, der in der abgelaufenen Saison bis zum 10.10.1997 noch Trainer beim A-Klassen-Konkurrenten SV Vorgebirge war und dort zurücktrat. Mit Winters gelang trotz einer 0:1-Auftaktniederlage gegen den alten Rivalen SV Swisttal eine überragende Saison ohne weitere Niederlage. Bereits am viertletzten Spieltag machte die Hertha mit einem 4:1-Erfolg gegen den FV Endenich II die Meisterschaft und die direkte Wiederkehr ins Kreis-Oberhaus perfekt. Die Endenicher Kicker hatten die Blumen für den Aufstieg bereits im Gepäck und überreichten diese samt ihrer Glückwünsche nach dem Spiel.
Am Ende der Saison 1998/99 hatte der "Winters-Express", wie er später genannt wurde, 81 von 90 möglichen Punkten und ein Torverhältnis von 104:16 - die beste Abwehr und der treffsicherste Sturm der Liga - erspielt. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Wormersdorf betrug 14 Punkte. |
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Und der Aufsteiger sorgte im darauffolgenden Jahr auch in der Kreisliga A weiter für Furore. Mit nur zwei Saisonniederlagen hätte das Team fast wie in den Jahren 1980 bis 1982 den Durchmarsch in die Bezirksliga geschafft. Als Tabellenzweiter hinter Kreismeister SV Vorgebirge erkämpften sich die Herthaner einen Platz in der Relegationsrunde zur Bezirksliga. Nach einem 6:1-Sieg in Merten schien der Traum vom Aufstieg wahr zu werden. Im zweiten Spiel führte man 89 Minuten lang mit 2:1 auf eigenem Platz gegen den SC Uckerath, ehe der mitaufgerückte Gäste-Schlussmann praktisch mit dem Schlusspfiff noch das 2:2 per Kopf nach einer Freistoßflanke erzielte. Nichtsdestotrotz hätte ein Erfolg im letzten Spiel gegen den SV Herrig auf neutralem Platz in Ülpenich noch zum Aufstieg gereicht. Trotz Anfeuerung zahlreich mitgereister Fans und des 1998 gegründeten Fan-Clubs unterlag die Hertha am Ende mit 3:4 und musste Uckerath den Vortritt lassen.
In der Saison 2000/01 spielte die Mannschaft jedoch erneut eine überzeugende A-Klassen-Saison und sicherte sich diesmal die Meisterschaft - allerdings in diesem Jahr nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg, da der Tabellenerste wegen der Zusammenlegung der Bezirksligen nicht direkt aufstieg, sondern eine Entscheidungspartie mit Hin- und Rückspiel absolvieren musste. In diesen beiden Relegationsspielen konnte sich die Hertha gegen Erfa Gymnich nach einem 4:1 Heimerfolg und anschließendem 2:2 im Rückspiel endgültig für die Bezirksliga 2001/02 qualifizieren |
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In der nun folgenden Bezirksligasaison 2001/02 spielte die Mannschaft streckenweise eine recht gute Rolle und lag drei Spieltage vor Ende der Saison auf Platz 7 der Tabelle. Da fast alle Mannschaften von der Anzahl der Punkte her sehr eng beisammenlagen und die Hertha die beiden folgenden Spiele verlor, fand man sich vor dem Saisonfinale in akuter Abstiegsgefahr wieder. Am letzten Spieltag reiste der SV Wachtberg nach Buschhoven, der die gleichen Sorgen wie die Hertha besaß. Der Verlierer des Spiels würde im folgenden Jahr wieder in der Kreisklasse kicken müssen. In einer von beiden Seiten sehr nervös und schlecht geführten Partie setzte sich schließlich der SV Wachtberg mit 1-0 durch. So kam es, daß die Hertha trotz 38 erreichten Punkten wieder in die Kreisliga A absteigen musste.
Nach dem Abstieg war die Enttäuschung im Hertha-Lager zunächst groß. Die Mannschaft setzte sich jedoch geschlossen das Ziel, den Abstieg wieder auszubügeln und in der nächsten Saison wieder in die Bezirksliga zu kommen. Gesagt, getan: Die Mannschaft hatte keinen einzigen Abgang zu verzeichnen und spielte eine sensationelle Saison, an deren Ende man 26 Siege und 4 Unentschieden verbuchen konnte. Verloren wurde in diesem Jahr kein einziges Meisterschaftsspiel. Die eigene Kreisliga-Bestmarke von 81 erreichten Punkten aus dem Jahre 1998/99 konnte somit sogar noch auf 82 Punkte verbessert werden. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten, den FV Oberkassel, betrug am Ende der Saison 17 Punkte. |
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| Mit dieser Saison endete auch die Ära unter Trainer Heinz Winters, der die Hertha wieder nach ganz oben geführt hatte. Fünf Jahre lang hielt diese Zeit, die mit einem Punkterekord begann und mit der Verbesserung des selbigen endete. Trainer Winters und seine Mannschaft waren sich schlüssig darüber, dass die letzten fünf absolvierten Jahre eine fantastische Zeit waren, jedoch ein neuer Wind und einige Veränderungen nicht schaden konnten. Heinz Winters zog es zum A-Ligisten SC Villip. Die Saison 2003/04 stellt ein Jahr der Veränderungen für die Hertha dar. Alle drei Mannschaften erhielten einen neuen Trainer und zudem hatte man in allen Mannschaften insgesamt über 20 Neuzugänge zu verzeichnen, was für die Verhältnisse der Hertha absolut rekordverdächtig scheint. Die Veränderungen werden kommen, doch man darf bei der Hertha sehr optimistisch in die Zukunft blicken! Wir werden sehen, was die kommende Saison 2003/04 bringen wird... |
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| 20er Jahre |
Aufstieg der 1.Mannschaft von der C- bis in die A-Klasse. |
| 1932 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die II.Bezirksklasse |
| 1956 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der 1.Kreisklasse |
| 1963 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der 2.Kreisklasse |
| 1964 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die 2.Kreisklasse |
| 1972 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die 2.Kreisklasse |
| 1973 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der 2.Kreisklasse |
| 1976 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die 2.Kreisklasse |
| 1981 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Kreisliga A |
| 1982 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Bezirksliga
Aufstieg der 2.Mannschaft in die Kreisliga B |
| 1985 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der Bezirksliga |
| 1986 |
Aufstieg der 2.Mannschaft in die Kreisliga B |
| 1987 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der Kreisliga A |
| 1988 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Kreisliga A |
| 1990 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der Kreisliga A
Abstieg der 2.Mannschaft aus der Kreisliga B |
| 1997 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Kreisliga A |
| 1998 |
Abstieg der 1.Mannschaf aus der Kreisliga A |
| 1999 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Kreisliga A |
| 2001 |
Aufstieg der 1.Mannschaft in die Bezirksliga
Aufstieg der 2.Mannschaft in die Kreisliga B
Aufstieg der 3.Mannschaft in die Kreisliga C |
| 2002 |
Abstieg der 1.Mannschaft aus der Bezirksliga
Abstieg der 3.Mannschaft aus der Kreisliga C |
| 2003 |
Aufstieg der 1.Mannschaf in die Bezirksliga |
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| nach oben |
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Sportzitate |

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